Vom Sensor zum Dashboard

Vom Sensor zum Dashboard: Wie unser Open-Source-IoT-Stack funktioniert

Wer sich mit Sensortechnik im Feld beschäftigt, stößt schnell auf drei Namen: ChirpStack, ThingsBoard und Grafana. Alle drei sind Open Source, alle drei erfüllen eine eigene Aufgabe – und zusammen bilden sie die Kette, über die aus einem einzelnen Messwert eine Entscheidungsgrundlage wird.

In diesem Beitrag zeigen wir kurz, was jede Komponente macht und wie sie zusammenspielen.

Auf einen Blick: Der Weg der Daten durch das System

Ein Sensor misst – zum Beispiel Bodentemperatur oder Blattfeuchte in einer Obstanlage –, über ein Gateway empfängt ChirpStack diese Daten und leitet sie weiter, ThingsBoard verwaltet die Geräte und verarbeitet die Werte, Grafana macht daraus Grafiken, die man auf einen Blick versteht.

Sensor Gateway ChirpStack ThingsBoard Grafana

ChirpStack: Der Funkempfänger im Hintergrund

Viele unserer Sensoren senden per LoRaWAN – einer Funktechnik mit geringem Stromverbrauch und großer Reichweite, ideal für batteriebetriebene Geräte, die jahrelang ohne Wartung im Feld stehen sollen. ChirpStack ist der Server, der diese Funksignale von den Gateways entgegennimmt, den Sensoren zuordnet und als strukturierte Daten weiterreicht. Man kann sich ChirpStack als die Poststelle vorstellen: Er sortiert eingehende Nachrichten und sorgt dafür, dass sie beim richtigen Empfänger ankommen.

ThingsBoard: Wo aus Rohdaten Struktur wird

ThingsBoard übernimmt die Daten von ChirpStack, ordnet sie den einzelnen Geräten zu und speichert sie dauerhaft. Hier lassen sich auch Regeln definieren – etwa eine automatische Warnung, wenn die Bodenfeuchte einen kritischen Wert unterschreitet. ThingsBoard ist außerdem die Plattform, über die Geräte verwaltet, überwacht und bei Bedarf ferngesteuert werden können.

Grafana: Wo Zahlen zu Erkenntnissen werden

Während ThingsBoard eher der Betriebsraum ist, ist Grafana das Analysewerkzeug. Es greift auf die gespeicherten Daten zu und stellt sie als Zeitreihen, Vergleiche oder Trends dar – etwa: Wie hat sich die Bodenfeuchte über die letzten vier Wochen entwickelt, verglichen mit dem Vorjahr? Genau solche Fragen sind es, die am Ende eine Bewässerungsentscheidung erleichtern.

Ein Beispiel aus dem Obstbau

Ein Feuchtigkeitssensor in einer Apfelanlage misst alle 15 Minuten die Bodenfeuchte. ChirpStack empfängt das Signal vom Gateway am Feldrand, ThingsBoard speichert den Wert und schlägt Alarm, wenn er zu weit absinkt, Grafana zeigt dem Betrieb den Verlauf der letzten Wochen – übersichtlich, nachvollziehbar, ohne dass jemand Rohdaten durchsuchen muss.

Warum wir auf diese Kombination setzen

Alle drei Komponenten sind Open Source. Das bedeutet: keine Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter, volle Transparenz darüber, was mit den Daten passiert, und die Möglichkeit, die Infrastruktur nach Bedarf selbst zu betreiben oder betreiben zu lassen. Für uns ist das die technische Grundlage dafür, was wir versprechen: zuverlässige, transparente, vergleichbare und genaue Daten – vom Sensor bis zur Entscheidung.

Fragen zu unserem Open-Source-IoT-Stack? Wir erklären gerne im Detail, welche Lösung zu Ihren Anforderungen passt.

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